Bangkok, fotografiert, gegessen, gehört, gerochen, geschmeckt, gesehen
22.02.08 - 9:32 Uhr
von: kalaydo
16:00 Uhr. Ich bin schon spät dran. Habe zu lange den erfrischenden Wasserstrahl genossen und somit kein erkundungsfreudiges Grüppchen mehr in der Lobby des Buddy Lodge angetroffen. Also allein ins Vergnügen.
Aus der Lobby durch eine kleine klimatisierte Ladenpassage mit Schmuck- und Tattooladen, am “lebensgroßen” und die Hände zum typischen Thai Gruß gehobenen Ronald McDonald vorbei, raus in den bunten Farbtopf Khao San Road.
Die Straße ist so voller Menschen, Farben, Gerüche und Geräusche. Wieso quackt es hier? Es wird hier mitten in Bangkok auf dieser chaotischen Straßen doch wohl kaum Frösche geben? Die Antwort kommt schnell. In Gestalt von drei teils traditionell, teils den klimatischen und zeitgemäßen Gegebenheiten gekleideten Frauen mit Bauchläden. In der Hand halten sie Holzfrösche über deren huckeligen Rücken sie mit einem Stab streichen und Frosch-Quacks in allen Varianten simulieren.

Diese Mädels sind so ungefähr das Erste was ich auf der Khao San gesehen und gehört habe.
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Frosch rechts, Kameramann Roger links. Nur so, falls es nicht klar ist ![]()
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21. Januar irgendwann nachmittags, Ankunft am Flughafen Bangkok.
Meine Ohren sind dicht und ich fühle mich als Teil der taubstummen DJs (1Live) aber das macht nichts, denn endlich beginnt unsere Abenteuerreise. An der Ankunftshalle winkt unser Thailand-Guide mit einem Shoestring-Schild. Wir sind wirklich angekommen!
In drei klimatisierten Bussen geht es los, hinein in die brütende und schwüle Hitze Bangkoks. Während der Fahrt zur Unterkunft verklickert uns der Guide den ein oder anderen Hinweis. In etwa frei übersetzt “Ihr seid am neuen Flughafen Bangkoks gelandet. Der Architekt ist aus Deutschland.” “Jungs, geht nicht mit jeder schönen Lady einen trinken. Es könnte eine Professionelle sein.” “Amüsiert euch heute abend, aber denkt daran, wir treffen uns morgen früh um 6:00 Uhr zur Fahrradtour. Sonnencreme nicht vergessen.” “Ein Tipp von 20 Baht auf dem Hotel-Kopfkissen ist ok“.
Mehr habe ich nicht verstanden. Vielleicht habe ich auch nicht zugehört, denn wegen der vielen ungewohnten Szenerien konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich eher nach links, rechts oder geradeaus schauen soll. Tempel hier, mit Menschen überfüllte Pick-ups dort, riesige Hochhaus-Baustellen auf der einen, gigantische Werbeplakate auf der anderen Seite.
Wäre ich doch ein Chamäleon!
Während die Straßen immer enger und immer voller werden, wird es um uns herum immer bunter. Für das westeuropäische Auge sind Bangkoks Straßen wirklich ein Fitnesstest.
Dann biegen wir um eine Ecke und jetzt besteht kein Zweifel mehr, wir sind in der berühmt-berüchtigten Khao San Road eingetroffen.

Unsere Busse schleichen und Read the rest of this entry »
Dubai war sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg unsere Zwischenstation. 2-3 Stunden mußten wir dort jeweils auf den Weiterflug warten.
Auf diesen Flughafen war ich extrem gespannt, denn alles was ich bisher darüber gehört hatte, ließ mich ein architektonisches Meisterwerk, eine überdimensionale Shoppingmeile, modernes Interieur und einen satten Goldrausch erwarten.
Öhem, da hab ich wohl zu viel erwartet
Er ist natürlich schon modern, aber halt nicht spektakulär. Trotzdem ist dieser Flughafen einen Eintrag hier wert, denn er hat mich auf ganz andere, unerwartete Weise beindruckt:
Dubai liegt in den Vereinigten Arbischen Emiraten. Gerade habe ich herausgefunden, dass “Dubai” übersetzt “Treffpunkt” bedeutet. Schon am Dubaier Flughafen wird deutlich, dass diese Bezeichnung nicht von ungefähr kommt. Knapp 29 Millionen Menschen passieren diesen Flughafen jährlich, 80.000 täglich! Der Flughafen platzt aus allen Nähten. Menschen aller Hautfarben und Kulturen treffen hier aufeinander, vermischen sich und fliegen kurze Zeit später wieder in alle Himmelsrichtungen davon. Ich mußte ständig an den Raumflughafen bei “Men in Black” denken…
Das Ruhrgebiet hat mich wieder. Es regnet, aber ich summe vor mich hin.
Mein Kopf summt vor lauter Erinnerungen an bunte Reklameschilder, wehende Palmen, steinerne Zeitzeugen, thailändische Popmusik, hölzerne Frösche, inspirierende Gespräche, massierende Hände, Mutproben, wunderschöne Naturlandschaften, zum Nachdenken anregende Begegnungen und die-Welt-um-mich-herum-vergessen-lassende Momente
Vielen Dank an Shoestring, TRND und alle Reisereporter für diese tollen Erlebnisse!!

Eine Komposition von Jan (Montekete) und mir entstanden am Strand von Lamai Beach auf Koh Samui
Nur noch 1x schlafen, dann fängt unser Abenteuer an! Der Flieger wird uns in warme Gefilde bringen und vor allem werden wir viele neue Eindrücke sammeln. Die möchte ich natürlich auch auf Fotos festhalten. Neben den klassischen Motiven interessieren mich ganz besonders zwei Themen.
Zum ersten “1000 x berührt“: Bilder von Gegenständen, die durch menschliche Berührungen ihre Oberfläöche verändern. Das kann religiöse, rituelle oder ganz alltägliche Gründe haben. Vom abgewetzten Lenkrad bis zu blankpolierten Stellen dickbäuchiger Buddhas möchte ich sehen, wie Berührungen Dinge verändern.

Altar in Kamakura, Japan
Dann interessiert mich auch noch Street Art. Ich bin mir sicher, dass ich in Bangkok einiges vor die Linse bekomme. Vielleicht finde ich auch was in Kambodscha?

aufgenommen im Landschaftspark Duisburg
Auf jeden Fall freue ich mich, wenn ihr, liebe Reisegefährten, mir den ein oder anderen Tipp gebt
Es ist nämlich erstaunlich, wie ein anderes Paar Augen Dinge sieht, die man selbst nie bemerken würde.
So, jetzt noch Wäsche trocknen, packen, später feiern gehen und morgen fliiiieeeegen…..
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