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Tag 4: Auf nach Kambodia

Delayed
Heute heißt es Abschied nehmen von Bangkok, da wir um 11:35 Uhr unseren Flug nach Kambodscha antreten. Nach einem entspannten Frühstück geht es los zum Flughafen. Ein letztes Mal fahren wir durch den Bangkoker Verkehr, der sich nur mit den Worte: No rules – just do it beschreiben lässt. Eine STVO ist in Bangkok für uns nicht erkennbar. Jeder fährt wie er will und es ist ein buntes Gemisch aus Autos, Bussen, LKWs, Tuk Tuk’s und Rollern. Alles wild durcheinander fahrend, immer hupend – und funktionierend!

Am Flughafen angekommen, stellen wir leider fest, dass unser Flug 2 Stunden Verspätung hat. Wir durchlaufen also in aller Ruhe den Immigration Prozess und haben hinterher genug Zeit, den Duty Free Bereich zu durchstöbern. Endlich nochmal in Ruhe E-Mails checken und eine kurze Nachricht auf den Shoestring.TRND Blog hinterlassen. Dann müssen wir auch wieder ans Gate und schon sind wir unterwegs nach Kambodia.

Immigration
Bei der Einreise nach Kambodia kommen erste Probleme auf uns zu. Es heißt zwar, dass die Einreise 20 $ kostet, jedoch steht nirgends, ob diese in bar oder per Kreditkarte beglichen werden. Außerdem munkelt man, dass evtl. auch Euro akzeptiert wird (ist ja sowieso die stärkere Währung).

In der Einreisehalle des Flughafens gibt es praktischerweise einen Geldautomaten, der Dollar ausspuckt. Nach einigem hin und her mit dem zuständigen Einreisepersonal klärt sich, das man:

a) Nicht mit Kreditkarte zahlen kann
b) Euro akzeptiert wird

Da die Schlange am Geldautomaten mittlerweile sehr lang ist, verzichte ich auf das Abheben und zahle in Euro – und der Einreisebeamte verlangt frech 20 €! Tja, gutes Geschäft für ein evtl. korruptes Regime – oder Entwicklungshilfe ;)
Dafür gibt es aber auch einen tollen Einreiseaufkleber im Reisepass - der macht schon mehr her als die üblichen Stempel und nimmt eine ganze Seite in Anspruch!

Einreiseaufkleber Cambodia


Warum die Einreise 20 Dollar kostet, wird schnell bewusst, wenn man sieht, welche Prozedere dort um die Einreise gemacht wird. In der Einwanderungshalle ist ein langer Tresen mit ca. 10 Menschen dahinter. Der erste nimmt den Pass und das Geld entgegen, dann gibt er den Pass weiter und stellt eine Quittung aus. Dann macht jeder der folgenden Personen einen Handgriff, sei es etwas eintragen, aufkleben, abstempeln – bis der Pass beim letzten (dem Chef) ankommt. Dieser fischt aus seinem Passstapel einen heraus, schaut hinein und versucht dann den Namen vorzulesen. Ob Vorname oder Nachname ist vollkommen egal, er sucht sich was aus – damit auch die richtigen nach vorne kommen, hält er den Pass mit der Fotoseite zu uns wartenden. Er hat sichtlich Spaß in seiner Rolle und man grübelt, ob er’s nicht besser kann oder Absichtlich die Namen verhunzt. So wird aus mir dann „Ren“.

Einreise Kambodia - Foto by Frisch

Draußen vor dem Flughafen ist die Luft sehr drückend, man merkt, dass man nicht mehr in Meeresnähe ist. Wir werden von Cham Nam unserem Kambodianischen Guide mit dem Schild „Trip of Hans + German VIPs“ in Empfang genommen. Er ist ein lustiger Geselle und während der Fahrt erzählt er uns ein wenig über die Kambodianische Geschichte und aktuelle Lage. Durch seine Art bekommen viele seiner Erzählungen einen Augenzwinkernden touch, manchmal weiß man nicht ob er es ernst meint oder uns verarscht.

Begrüßung nin Kambodia - Foto by Superjule

In Siam Reap begrüßt uns das Gegenteil von Bangkok – heruntergekommene Wohnsiedlungen der Einheimischen, dazwischen immer wieder ein protziger Hotelneubau. Cham Nam meint, dass täglich 1000-1500 Touristen nach Siam Reap kommen, um die Templeanlagen zu sehen, daher werden so viele Hotels gebaut.

Auf den Straßen sieht man auch kaum Autos. Alle scheinen sich auf Mopeds/Motorrädern fortzubewegen – oder zu Fuß. Nach einer kurzen Fahrt durch Siam Reaps Mitte kommen wir an unserem Hotel an – das Casa Angkor Hotel, wieder einmal viel besser als erwartet. Zur Begrüßung gibt es einen Orangensaft. Die Zimmerwerden wie in Bangkok aufgeteilt und es geht am Pool vorbei zum Frischmachen aufs Zimmer.

Pool @ Casa Angkor - Foto by Superjule

Ein Teil unserer Reisegruppe erkundet danach die Stadt, während Superjule, Sushicat und ich dableiben und uns am Pool erfrischen. Uns ist zu heiß, wir verschieben das Sightseeing auf die frühen Abendstunden und genießen ein paar Margaritas in der Sonne.

trnd_shoestring_margarita.jpg

Wie schon am Flughafen, so fällt uns auch im Hotel auf -> Siam Reap ist voller alter Menschen. Das durchschnittliche Alter der Touristen dürfte bei Ü50 liegen, nur ab und zu sieht man ein jüngeres Gesicht außerhalb unserer Gruppe. Dies soll auch in den nächsten Tagen so bleiben.

Am späten Nachmittag/frühen Abend führt Frisch uns durch Siam Reap. Er war bereits nachmittags auf Erkundungen gegangen und ist somit unser persönlicher Führer. Wir benötigen dringend Sekt, denn heute Abend feiern wir in Sushicat’s Geburtstag hinein. Wir werden schließlich in einem kleinen Kiosk fündig. Den Staub von der Flasche gewischt – sieht noch gut und nicht abgelaufen aus. Wer aber jetzt denkt, dass Kambodia (weil ein armes Land) = billig ist, der hat sich geschnitten. Saftige Preise lassen einen nach den Schnäppchenpreisen in Bangkok mit den Ohren schlackern. Einziges Trostpflaster, aber auch Manko ist, dass wieder alles in Dollar abgerechnet wird. Da bleibt nur Kreditkarte zücken – oder Dollar dabei haben. Und bei manchen Geschäften verkneift man sich die Kreditkarte gerne…!

Wir gehen weiter und kommen an einem Lokal vorbei, Dead Fish. Wir überlegen kurz, ob wir dort etwas essen möchten, genervt vom Staub, dunklen Straßen, den schweren Sektflaschen, den Bettlern und aufdringlichen Verkaufsversuchen entscheiden wir uns jedoch, wieder ins Hotel zurückzukehren und dort zu essen.

Fauna
Dort angekommen zeigt sich dann auch die Kambodianische Fauna in Gestalt von Geckos, die an den Decken und Wänden des Hotels vorbeiziehen. Egal ob Flur, Lobby, Speiserum oder Zimmer, die süßen kleinen Gesellen sitzen/krabbeln überall. So kommt es auch, dass ich einen Erste Hilfe Ruf erhalte und zur Gecko Jagd ins Zimmer 224 ausrücke. Aber ich habe die Rechnung ohne diesen Wieselflinken Gesellen und die hysterisch Kreischende Auftraggeberin gemacht. Die Hysterie ist ansteckend und so endet die Jagd endet damit, dass ich mich krümmend vor Lachen auf dem Bett wälze und wir Frisch zur Verstärkung rufen. Doch auch Ihm gelingt es nicht, das putzige Tierchen zu fangen – und dass, obwohl wir bereits sämtliche Möbel im Zimmer verrückt haben. (Die Fotos hierzu spare ich mir, da hier noch keine Ausdrückliche Erlaubnis vorliegt ;) )
Erfolglos gehen wir zum Essen – doch auch dort lauern die Geckos und so sind nur Teile der Gruppe entspannt und genießen Ihr essen. Es gibt wieder Hühnchenbrust mit Reis, Cashew Kernen und Chili.

Stir fried chicken with cashew nut

Nach und nach treffen auch die anderen Gruppen wieder ein und berichten von Ihren Erkundungen. Ein paar waren auch essen, ein tolles Lokal mit verschiedenen Ebenen. Später am Abend schlägt Kristof vor, dass wir morgen dort gemeinsam nochmal hingehen. Es ist das Dead Fish ;)

Am Pool machen wir es uns gemütlich und überfordern die Kellner mit unseren Cocktail Bestellungen und unserem Wunsch, dass wir bis mind. 24 Uhr dort bleiben – dies sind Sie von Ihrem gängigen Publikum nicht gewohnt. Egal, wir haben Spaß und endlich sind es 24 Uhr. Happy Birthday Sushicat, alle Liebe und Gute. Und es gibt auch ein Geschenk: derSaimon, Frisch, hupfi76, Roger, Superjule und ich schenken Ihr einen Holzfrosch, welcher durch die Reibung eines Holzstabes über seinen Rücken Quaklaute von sich gibt. Dieser Frosch hat uns in Bangkok verrückt gemacht, da die Verkäuferinnen diesen immer spielen und einen damit verfolgen. Doch kaum hat man den Frosch in der Hand, muss man einfach drauflos spielen. Wie Kristof treffend formuliert hat „Es ist wie Chips essen“ – man kann nicht aufhören! Anfangs Entsetzt doch sehr schnell begeistert lernt Sushicat den Frosch zu spielen.

tag-04-123.jpg

So werden wir dann um 1:30 Uhr von sanften Froschklängen zu Bette gebeten, denn am nächsten morgen heißt es um 7 Uhr Abfahrt zu den Angkor Tempeln!

Um was geht's hier?

16 trnd-Partner fahren als Reisereporter gemeinsam mit Shoestring nach Thailand / Kambodscha und berichten uns hier von ihren Erfahrungen mit der organisierten Backpacking- Gruppenreise von Shoestring.

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